Experimentelle Doktorarbeit in der GI-Onkologie

Medizinische Klinik und Poliklinik II, Molekulare GI-Onkologie

Beschreibung

Wer sind wir?
Die Medizinische Klinik II beschäftigt sich mit der Behandlung und Erforschung von Krankheiten die den Magen-Darm-Trakt, Leber und Bauchspeicheldrüse betreffen. Die AG de Toni (molekulare Gastroenterologie) hat sich die zielgerichtete Behandlung gastrointestinaler Tumore spezialisiert und interessiert insbesondere für die Entstehung des Hepatozellulären Karzinoms (HCC) aus Leberzirrhose.

Für den Zeitraum im WiSe-Ferien, SoSe + SoSe-Ferien vergibt die AG de Toni medizinisch-experimentelle und klinisch/retrospektive Doktorarbeiten im Bereich des Hepatozellulären Karzinoms für Medizinstudenten im klinischen Abschnitt des Studiums.

Zu den Projekten:

Nachfolgend eine Kurzbeschreibung der Projekte mit Ziel und Arbeitsprogramm. Ausführlichere Informationen sind beim Interview erhältlich.

1.) Thrombozyten, portale Hypertension, Risikofaktoren beim HCC
Hierbei handelt es sich um eine Doktorarbeit, bei der ein Teil der Daten schon erhoben und analysiert wurden. Dieses Vorgehen, dass wir mit den Daten in unserem Zentrum durchgeführt haben, möchten wir auf andere Zentren erweitern um eine stärkere Power der Daten zu erhalten.

2.) Erfassung des Therapieansprechens von Organoiden mittels Lichtmikroskopie

Erstmals haben wir mit der Organoid Technologie die Möglichkeit routinemäßig primäre Tumorzelllinien zu kultivieren. Das hepatozelluläre Karzinom ist eine Tumorentität mit wenigen und wenig wirksamen Therapiemöglichkeiten.

Ziel: Testung der konventionellen Mikroskopie als Tool zur Evaluation des Therapieansprechens im Organoidsystem

Arbeitsprogramm:
• Zellkulktur, Medikamententestungen, Mikroskopie, Datenerfassung

3.) Osteoprotegerin (OPG) ein Regulator des β-Catenin Signalweges beim HCC
In präklinischen Untersuchungen zeigte sich, dass die absoluten Serum Osteoprotegerin Konzentrationen eine prognostische Wertigkeit beim fortgeschrittenen metastasiertem kolorektalen Karzinom haben (Bild). Es wird vermutet, dass Osteoprotegerin für Immunevasion verantwortlich ist und es wir durch den β-Catenin Signalweg reguliert. Beim hepatozellulären Karzinom ist Immunevasion eine wesentliche Komponente der Karzinogenese und der β-Catenin Signalweg nimmt eine wichtige Rolle ein. Ob Osteoprotegerin beim HCC ebenso eine relevante Rolle spielt, wurde bisher nicht untersucht.

Ziel: Untersuchung der klinischen Wertigkeit von OPG beim HCC.

Arbeitsprogramm:
• Immunhistochemische Analysen von Tissue Microarrays von HCC mit Korrelation mit dem Immunprofil der HCC‘s
• Charakterisierung von OPG in HCC Zelllinien

Projektplan:

Vorbereitung: Nach erfolgreicher Bewerbung und Interview würden wir gerne zeitnah alle Formalitäten wie Modul 6 Antrag, Antrag beim Promotionsbüro, Hospitanten/Hilfskraftvertrag in die Wege leiten.

Einarbeitung: Die ausführliche Einarbeitung in die benötigten Methoden wie Zellkultur, Mikroskopie, Immunhistochemie/Immunfluoreszenz, etc. würde strukturiert durch die Mitarbeiter unserer Arbeitsgruppe während des Sommersemesters 2020 erfolgen.

Vollzeitforschung: WiSe-Ferien + Modul 6 + SoSe-Ferien

Was bieten wir:
- Strukturierte, experimentelle Promotion in vorher festgelegtem Zeitraum
- Engmaschige Betreuung durch Projektbetreuer für inhaltliche Fragen und Technische Assistenz für methodische Fragen
- Wöchentliche Labmeeting der gesamten Arbeitsgruppe inklusive des Doktorvaters

Voraussetzungen:
- Physikum
- Erfolgreich bestandenes Modul 1
- Hohes Maß an Selbstständigkeit und überdurchschnittliche Motivation
- Erfahrung im Labor/experimenteller Forschung gewünscht, aber nicht zwingend notwendig

Bewerbung: Bitte einen aussagekräftigen Lebenslauf zusenden.

Eigenschaften

Zellkultur
Geschätzte Dauer: 9 Monate

Kontakt