cAMP-abhängige Regulation der desmosomalen Haftung und ihr Einfluss auf die Pemphigus-Pathogenese

Lehrstuhl I Anatomie / Vegetative Anatomie, AG Zelladhäsion in der Epidermis und Pemphigus

Beschreibung

Über uns:
Mit unseren Arbeitsgruppen am Lehrstuhl 1 der Anatomischen Anstalt wollen wir Zell-Zell-Kontakte und deren Regulation in verschiedenen Geweben genauer verstehen. Wir forschen grundlagenorientiert, aber immer mit einem direkten klinischen Bezug. Unser Methodenspektrum ist breit und hat einen Schwerpunkt auf Imaging-Verfahren und biophysikalischen Methoden.
Hierbei arbeiten wir mit in vivo (Maus), in vitro (Zellen) und auch ex-vivo (Arbeit mit explantiertem humanen Material unserer Körperspender) Modellen.
Unsere große Arbeitsgruppe mit breit aufgestellter Expertise (Ärzte/innen, Zahnärzte/innen, Biologen/innen, Lebensmittelchemikern/innen, Physikern/innen, Technische Assistenten/innen und Doktoranden/innen aus eben jenen Bereichen) bietet eine enge und gute Betreuung, strukturierte Einarbeitung und Arbeit im Team! Durch das breite methodische Spektrum ergibt sich auch für unsere Doktoranden ein großes Potenzial sich nach eigenen Interessen methodisch und thematisch weiter zu entwickeln.

Zum Projekt:
Die blasenbildende Autoimmundermatose Pemphigus wird durch Autoantikörper gegen die desmosomalen Proteine Desmoglein 1 und 3 ausgelöst. Dadurch kommt es zu einer kompromittierten desmosomalen Haftung, die sich klinisch in schlaffen Blasen an Haut und Schleimhäuten zeigt. Die Pathogenese der Erkrankung ist noch nicht vollständig verstanden weswegen sich die Behandlung in der Regel auf eine unspezifische immunsuppressive Therapie sowie Rituximab beschränkt. Ein genaueres Verständnis der dem Haftungsverlust zugrundeliegenden Mechanismen soll zu einer Entwicklung spezifischerer Therapieansätze beitragen.
In vorausgegangenen Studien konnten wir zeigen, dass eine cAMP-Erhöhung in Keratinozyten die pathogenen Effekte von aus Pemphigus-Patienten gewonnen Autoantikörpern abmildert. Es zeigte sich, dass hierbei desmosomale Plaqueproteine wie Plakoglobin und Keratinfilamente eine Rolle spielen.
Im aktuellen Projekt wollen wir die genauen Mechanismen untersuchen, auf welchen die protektiven Effekten einer cAMP-Erhöhung basieren. Die Ergebnisse dieser Studie sind von hoher klinischer Relevanz und können zu einer Verbesserung der Therapie von Pemphigus-Patienten beitragen. Denkbar wäre z.B. eine Therapie mit bereits zugelassenen Medikamenten, die z.B. durch Hemmung der Phosphodiesterase den cAMP von Zellen steigern, aber bei Pemphigus bisher nicht eingesetzt werden.

Eigenschaften

Freisemester erwünscht Freisemester erwünscht
Zellkultur
Geschätzte Dauer: 18 Monate

Förderungsmöglichkeiten

individuell

Kommentar

Wir bieten eine spannende Promotionsarbeit in der Grundlagenforschung mit einem breiten Methodenspektrum, das komplett in unserem Labor etabliert ist.
Wir wünschen uns zur Verstärkung unseres Teams motivierte Bewerber, die hohes Interesse haben wissenschaftliches Arbeiten und spannende Methoden zu erlernen und gemeinsam mit uns ein wissenschaftliches Projekt voranzubringen und weiterzuentwickeln.
Teamfähigkeit und gegenseitige Wertschätzung sind die Grundlage unserer Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe. Weiterhin ist die Bereitschaft gewünscht, an der Publikation der Ergebnisse in internationalen Journalen aktiv mitzuarbeiten sowie die Ergebnisse auf internationalen Konferenzen vorzustellen.

Bei Interesse senden Sie uns bitte eine Bewerbung mit Lebenslauf an die angegebene Emailadresse. Selbstverständlich können Sie uns bei Interesse auch für mehr Details kontaktieren oder ihre offenen Fragen stellen. Wir freuen uns über Ihre Bewerbung.

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