Untersuchung der zentralnervösen Regulation des Salzverlangens sowie der Auswirkungen der Salzreduktion auf das kardiovaskuläre System bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus

Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Deutsches Conn-Register

Beschreibung

Das Conn-Syndrom (primärer Hyperaldosteronismus) ist die häufigste Ursache einer endokrinen Hypertonie und betrifft ca. 10% aller Hypertoniker. Die Patienten haben, gegenüber Patienten mit essentieller Hypertonie, ein erhöhtes kardio- und cerebrovaskuläres Risiko unabhängig von der Höhe des Bluthochdrucks.
Die genauen Pathomechanismen sind bisher nicht vollständig geklärt, jedoch wird heute angenommen, dass nicht der Aldosteronexzess allein, sondern eine Interaktion zwischen zirkulierendem Aldosteron und einem inadäquat hohen Salzkonsum für das erhöhte kardio- und cerebrovaskuläre Risiko verantwortlich ist.
In einer Auswertung der Patientendaten unseres Münchner Zentrums des Deutschen Conn-Registers zeigte sich ein sehr hoher durchschnittlicher Kochsalzkonsum unserer Patienten, der weit über den Empfehlungen von maximal 5 g pro Tag seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt. Die genauen Ursachen sind bisher kaum bis gar nicht untersucht. Unsere Ziel ist es deshalb, ein besseres Verständnis des Ernährungsweise bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus zu erlangen, sowie die Effekte einer Lebensstilintervention zu identifizieren, um letztlich die kardiovaskuläre Mortalität der Patienten zu senken.
Studienziel 1: Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) soll bei neu diagnostizierten Patienten mit Conn-Syndrom die Emotionsregulation auf Nahrungsmittelreize untersucht werden.
Studienziel 2: Durch eine Interventionsstudie (3 Monate) zur Lebensstiloptimierung soll untersucht werden, welchen Effekt die Lebensstilintervention auf Blutdruck und Surrogatparameter der Blutdruckschädigung hat, und ob ‚Responder’ von ‚Non-Respondern’ identifiziert werden können

Eigenschaften

Freisemester erwünscht Freisemester erwünscht
Patientenkontakt
Geschätzte Dauer: 15 Monate

Förderungsmöglichkeiten

- Anstellung als studentische Hilfskraft möglich

Kommentar

Wir bieten eine Mitarbeit in einem spannenden wissenschaftlich-klinischen Gebiet, gemeinsam mit einem interdisziplinären Team. Sämtliche Methoden sind etabliert.
Es handelt sich um ein FöFoLe-Projekt.
Bei entsprechendem Interesse ist eine finanzielle Unterstützung, durch die Anstellung als studentlische Hilfskraft, möglich.

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