Sedierungsmanagement bei Thrombektomie beim akuten Schlaganfall

Neurologische Klinik und Poliklinik mit Friedrich-Baur-Institut, Arbeitsgruppe "AG Vaskuläre Neurologie"

Beschreibung

Die mechanische Thrombektomie gilt bei Schlaganfallpatienten mit intrakraniellen Gefäßverschlüssen in Kombination mit einer intravenösen Lysetherapie mittlerweile als Standardbehandlung.
Weiterhin ungelöst ist die Wahl der "richtigen" Sedierung im Rahmen der Intervention.
Das primäre Ziel des Sedierungsmanagements während der Thrombektomie ist ist, den Interventionalisten in die Lage zu versetzen, den Eingriff so schnell und sicher wie möglich durchzuführen. Studien zu diesem Thema haben jedoch widersprüchliche Ergebnisse gezeigt. Eine kürzlich durchgeführte Metaanalyse aus drei randomisierten Studien zeigte einen Vorteil der Allgemeinanästhesie (general anesthesia) gegenüber der Sedierung (conscious sedation) bei Patienten mit Schlaganfällen der vorderen Zirkulation.
Eigene Daten aus dem deutschen Schlaganfallregister (german stroke registry GSR), die kürzlich zur Publikation im Journal of Stroke angenommen wurden, zeigen jedoch einen Vorteil der Sedierung gegenüber der Allgemeinanästhesie.

In einem darauf aufbauenden Folgeprojekt sollen nun zunächst monozentrisch die ausführlichen klinsichen Daten während der Intervention bei thrombektomierten Patienten ausgewertet werden.

Hierfür stehen die klinischen Daten der Schlaganfallpatienten im Rahmen einer Datenbank zur Verfügung - diese müssen dann klinisch noch ergänzt werden. Darüber hinaus stehen die ausführlichen Anästhesieprotokolle zur Verfügung, die in Bezug auf die klinischen Parameter ausgewertet werden sollen.

Es handelt sich hierbei um eine klinische Doktorarbeit.
Aufbauend auf den Ergebnissen, die zusammen mit dem Doktoranden publiziert werden soll, wird in einem nächsten Schritt multizentrisch ein Score entwickelt (stRokE Sedation Thrombectomy (REST) Score), der im Rahmen einer geplanten prospektiven Studie evaluiert werden soll.


Die Betreuung erfolgt durch PD Dr. Lars Kellert - es erfolgt eine enge Anbindung an die Anästhesiologie.

Im Rahmen der Vollzeit Forschung werden Patienten in der Akutphase nach Schlaganfällen klinisch betreut und nach-untersucht. Es soll eine Fortführung der bereits angelegten Datenbank erfolgen - das klinische Outcome der Patienten soll im Rahmen von strukturierten Telefoninterviews bzw. klinsichen Verlaufsuntersuchungen erhoben werden (im Rahmen der Schlaganfallambulanz in Zusammenarbeit mit Ärzten).

Wir suchen:
- Strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
- Motivation, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit
- Interesse an vaskulärer Neurologie
- Interesse an Akutmedizin


Wir bieten:
- Klinische Forschung an einer der führenden medizinischen Universitäten
- Lückenlose und strukturierte Betreuung
- Stipendien zur Finanzierung bei entsprechender Qualifikation
- Kongressteilnahme und Autorenschaft bei Publikation

Eine schriftliche Bewerbung mit Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf und entsprechenden Zeugnissen richten Sie per Email an
[email protected]

Eigenschaften

Freisemester erwünscht Freisemester erwünscht
Patientenkontakt
Geschätzte Dauer: 8 Monate

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