Retrospektive Analyse des Effekts von Statinen auf die Größe und das Outcome bei chronischen Subduralhämatomen

Neurologische Klinik und Poliklinik mit Friedrich-Baur-Institut, Arbeitsgruppe "AG Vaskuläre Neurologie"

Beschreibung

Das chronische Subduralhämatom (cSDH) hat eine Inzidenz von ca. 48/100.000 und trifft insbesondere ältere männliche Patienten (Baechli et al. 2014; Adhiyaman et al. 2017). Neben Traumata in der Anamnese scheinen auch gerinnungshemmende oder antithrombotische Medikamente mit dem Auftreten des oben genannten Krankheitsbildes assoziiert zu sein (Gelabert-Gonzales et al. 2005; Baechli et al. 2014). Klinisch imponieren neurologische Defizite in Form von Sprach-oder Bewusstseinsstörungen (Konig et al. 2003, Adhiyaman et al. 2017). Aufgrund pathophysiologischer Theorien einer entzündlichen sowie Angiogenese-fördernden Komponente wurde in der Literatur bereits das blutfettsenkende Atorvastatin, welches additiv einen antiinflammatorischen sowie Angiogenese-modulierenden Faktor besitzt im Hinblick auf das cSDH untersucht: Neben Tiermodellen konnte auch beim Menschen nicht nur eine klinisch-neurologische Verbesserung gezeigt werden, sondern auch eine objektivierbare Reduktion des intrakraniellen Blutvolumens. (Wang et al. 2016; Li et al. 2014; Xu et al. 2016; Chan et al. 2017; Jiang et al. 2018).
Dieser „Wandel“ ist bedeutend, da dies die chirurgische Therapie des cSDH, welches insbesondere bei älteren Patienten nicht ohne Gefahren ist, verdrängen und sich als konservativen Ansatz etablieren könnte. (Shimamura et al. 2009)

Im Rahmen der Studie sollen - in enger Zusammenarbeit mit der Radiologie - die klinischen Daten von ca. 200 Patienten ist es unser Ziel den Effekt sowie die Sicherheit von Atorvastatin bei cSDH-Patienten zu untersuchen.
Es wäre eine vergleichbar große Kohorte und wir sind davon überzeugt, dass hierbei statistisch verwertbare Daten generiert werden können.
Es ist unser Ziel, einen wissenschaftlichen Beitrag zu diesem Thema zu liefern, indem wir oben genannte These zur pathophysiologischen Entstehung unterstreichen und Klarheit bezüglich dem praktischen therapeutischen Vorgehen schaffen.

Es handelt sich hierbei um eine klinische Doktorarbeit.
Aufbauend auf den Ergebnissen soll eine prospektive Studie geplant werden.

Die Betreuung erfolgt durch PD Dr. Lars Kellert - es erfolgt eine enge Anbindung an die Radiologie im Haus.

Im Rahmen der Vollzeit Forschung werden Patienten in der Akutphase nach Schlaganfällen klinisch betreut und nach-untersucht. Es soll eine Fortführung der bereits angelegten Datenbank erfolgen sowie die klinische/ statistische Auswertung der erhobenen Daten.
Das klinische Outcome der Patienten soll im Rahmen von strukturierten Telefoninterviews bzw. klinsichen Verlaufsuntersuchungen erhoben werden (im Rahmen der Schlaganfallambulanz in Zusammenarbeit mit Ärzten).

Wir suchen:
- Strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
- Motivation, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit
- Interesse an vaskulärer Neurologie
- Interesse an Radiologie


Wir bieten:
- Klinische Forschung an einer der führenden medizinischen Universitäten
- Lückenlose und strukturierte Betreuung
- Stipendien zur Finanzierung bei entsprechender Qualifikation
- Kongressteilnahme und Autorenschaft bei Publikation

Eine schriftliche Bewerbung mit Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf und entsprechenden Zeugnissen richten Sie per Email an
[email protected]

Eigenschaften

Freisemester erwünscht Freisemester erwünscht
Patientenkontakt
Geschätzte Dauer: 8 Monate

Förderungsmöglichkeiten

Bei entsprechender Eignung Stipendien.
Möglichkeit der Teilnahme an Kongressen
Publikation

Kontakt